Diagrammatik des Städtischen 2014/2015

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Wir verstehen Stadt als ein vielschichtiges, relationales und dynamisches Gebilde, einen Ort globaler Transformationen wie auch lokaler Lebenswelten und kultureller Praktiken. Sie ist Verhandlungsraum unterschiedlicher Interessen und mentales Konstrukt. Sie ist Gegenstand unserer Forschungen, die wir möglichen Handlungen vorausschalten. Wie aber lässt sich das Städtische beschreiben?
Wir begeben uns auf den Weg. Was aber ist ein Weg – und wie zeige ich ihn? Wege können durch sehr unterschiedliches Terrain führen: durch eine bekannte oder unbekannte Stadt, durch ein Buch, durch eine Website, aber auch durch eine politische Situation oder einen Konflikt. Einmal auf dem Weg, stoßen uns wir uns an Fragmenten zeitlicher Schichten. Offenbaren sie uns auch die Weisen ihrer Hervorbringungen? Und wie können wir sie als Wissen verfügbar machen, sie aufzeichnen, auswerten, daraus lernen und diese Erkenntnisse wieder möglichen Handlungen zugrunde legen? Diagramme öffnen uns ein divergentes Feld von Darstellungsmöglichkeiten. Einerseits lassen sich retrospektiv komplexe Sachverhalte, Argumentationsstränge oder Gedankenprozesse abbilden, andererseits weisen Vektoren projektiv in noch zu erschließende Richtungen um Handlungsfelder zu eröffnen.
Wir verstehen „das Diagrammatische als ein[en] Begriff, der die Anordnungsweise von Worten, Formen, Objekten, Personen beschreibt, als Figur aber selber unsichtbar bleibt oder bleiben kann“ (Leeb 2012, S. 9). Kartografie wird eine wichtige Rolle spielen, ebenso Notationen, das Zusammenspiel von Bild und Text, und, nicht zuletzt, Typografie und Buchgestaltung. Wir werden uns historischen Beispielen von Visualisierung zuwenden und parallel in praktischen Übungen angewandte Möglichkeiten des Gestaltens erproben.

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